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Kolumne: Das Leben der Reichen #2

Viele wollen reich sein, doch kommen einfach nicht hinter das Geheimnis der Wohlhabenden. Gibt es tatsächlich den einen Weg zum Reich-werden oder ist das ein bloßer Mythos, der herumerzählt und geglaubt wird, in der Hoffnung, selbst einmal ganz oben zu sein?

Zunächst muss ersteinmal geklärt werden, was eigentlich als reich und was als arm gilt. Laut des Paritätischen Wohlfahrtverbands lässt sich die Frage mit einem Prozentsatz der Medianeinkommens beantworten. Dieses besimmt das Mittlere Einkommen eines jeden. Dem Verband zu Folge läge die mittlere Einkommensschicht bei 60 bis 200% dieses Einkommens, Menschen zwischen 50 und 60% gelten von Armut bedroht, während Personen mit geringerer Anteilnahme offiziell als arm gelten. Veranschaulichen lässt sich dies an Beispielen. Demnach gelte ein Single-Haushalt mit weniger als 892€ im Monat als arm, bei einer Familie mit zwei Kindern läge die Armutsgrenze bei 1872€ monatlich. Wichtig ist dennoch, dass dies nur Mittelwerte des Verbandes sind, die Begriffe arm und reich sind teilweise schwammig und generell individuell auslegbar.

Eine Studie der Psychologen Paul Piff und Jake Moskowith hat sich zuletzt für die verschiedenen Glücksempfindungen der verschiedenen Menschen interessiert. Die an der University of California durchgeführten Analysen haben demnach ergeben, dass Reiche ein anderes Verhältnis zu bestimmten Emotionen zeigen, als weniger wohlhabende Personen. Demnach würden Wohlhabende eher egobezogene Emotionen wie Stolz und Zufriedenheit empfinden, während Menschen mit weniger Einkommen Glück durch soziale Empfindungen und Hinwendung zu Mitmenschen empfänden. Um auf diese Ergebnisse zu kommen, haben die zwei Amerikaner insgesamt 1519 US-Amerikaner nach ihrem Haushaltseinkommen gefragt und sie den Antworten zu Folge in 19 verschiedene, gesellschaftliche Schichten eingeteilt. Anschließend haben Piff und Moskowith den verschiedenen Personen Aussagen entgegen gebracht, auf die die Befragten mit Ja oder Nein antworten mussten. Ein Beispiel dafür ist folgende Aussage: "Für andere da zu sein, bereitet mit ein angenehmes Gefühlt." Unter den abgefragten Emotionen befanden sich unter anderem Liebe, Stolz und Ehrfurcht, insgesamt gab es sieben Emotionen.

 

"Verrückt ist der, der immer das Gleiche tut, aber andere Ergebnisse erwartet." (Einstein)

 

Merkur.de zu Folge hängt der Unterschied zwischen Reichen und Ärmeren Menschen jedoch nicht nur von der Beziehung zu bestimmten Emotionen ab, sondern zeigt sich auch in den verschiedenen Glaubenssätzen. Diese seien bestimmte Überzeugungen und würden die Basis für bestimmte Handlungen legen. Da Erfolg das Resultat von Handlungen sei, müsse man sich bestimmte Glaubenssätze aneignen und diese nicht mehr aus den Augen verlieren. Als Beispiel wird aufgeführt, was eine erfolgreiche Person im Gegensatz zu einer erfolgslosen Person in einer bestimmten Situation denken würde. Demnach würde sich jemand Erfolgloses einreden, er oder sie könne nicht einparken. In dieser Situation wird die Person nervös, traut sich nicht und ergreift die Chance, es zu versuchen, womöglich gar nicht erst. Der (falsche) Glaubensstz prägt sich nach und nach ein und sorgt gegebenenfalls auch für ein Sinken des Selbstvertrauens. Anders sehen würden es Erfolgreiche. Sie würden die Chance ergreifen und sich so beweisen, dass der Glaubensstz falsch ist.

Als Fazit lässt sich darauf ziehen, dass man an sich glauben sollte und vor allem aktiv werden muss. Man darf nicht auf Glück oder Zufall warten, man muss die Chance und Initiative ergreifen und sich so beweisen, dass man es schaffen kann. Um diesen Grundsatz zu vertiefen, schlägt Merkur verschiedene Glaubenssätze vor, die man sich aneignen kann, um fortan erfolgreicher zu werden.

1. "Ich will beides!" Viele glauben, dass man entweder das Eine oder das Andere haben kann, während erfolgreiche Menschen stets danach streben, immer beides zu haben. Sie konzentrieren sich also auf einen Lösungsweg, mit dem sie alles haben können.

2. "Ich will für Ergebnisse bezahlt werden." Dieser Glaubenssatz lässt sich einerseits auf wahre Bezahlung, andererseits auf bloße Anerkennung beziehen, beides zeichnet einen Teil des Erfolges aus. Weniger Erfolgreiche würden Zeit bloß in Geld umtauschen, während Wohlhabende auf ihr Ziel und die anschließende Belohnung dieses konzentriert bleiben würden.

3. "Ich gönne jedem Erfolg!" Man sollte zuletzt nicht neidisch auf andere, erfolgreiche Menschen sein sondern ihnen den Erfolg vollkommen gönnen. Erfolgreiche würden bereits wohlhabende Personen teilweise sogar als Vorbild und womöglich eine Art Leitmotiv sehen.

Der US-Autor Thomas Corley hat sich ebenfalls mit dem Unterschied zwischen reich und arm befasst - ganze fünf Jahre lang. In dieser langen Zeit hat er insgesamt 360 Menschen, sowohl reich als auch arm, verfolgt und ihr tägliches Leben analysiert. Seine Ergebnisse hielt er in seinem Buch "Rich Habits" fest. Darunter fällt beispielsweise, dass man sein Ziel im Blick behielte. Dieser Aussage stimmten insgesamt 62% der Wohlhabenden und nur 6% der Armen zu. Anders sieht es bei einem festen Tagesablauf, beispielsweise mit Hilfe einer täglichen To-Do-Liste aus. Ganze 81% der Reichen und 19% der weniger wohlhabenden Personen stimmten der Annahme zu. Schließlich würden insgesamt 86% der Reichen und 26% der weniger reichen regelmäßig lesen, meistens zur eigenen Fortbildung. Zuletzt würden sich 81% der Reichen übermäßig im Job engagieren, diesen Grundsatz verfolgen nut 17% der Personen mit weniger Einkommen.

Zum Schluss ist selbstverständlich noch einmal anzumerken, dass all diese "Eigenschaften" und Ähnliches von reich und arm individuell auslegbar sind und keineswegs auf alle zutreffen. Es sind bestimmte Mittelwerte errechnet worden, die keineswegs zu generalisieren, geschweige denn zu übertreiben sind.

Quellen:

www.geldverstehen.de; www.merkur.de; www.starting-up.de; www.stern.de

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