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Urban Berlin - Leben in der Hauptstadt

Die Zukunft baut auf Urban auf, sei es Streetart, Musik oder der bewusste Umgang mit der Natur und seinenen Ressourcen. Der Meinung schließen sich sowohl Regisseure als auch Wissenschaftler an, wie es zuletzt in Berlin zu sehen war.

In Kreuzberg hat sich jetzt ein Regisseur dazu entschieden, nicht nur Berlins touristenfreundliche und flauschige Seite zu zeigen. Tamer Yigit, nebenbei auch als Schauspieler und Musiker bekannt, tritt nach langer Funkstille mit einem neuen Stück im HAU in Kreuzberg auf.

Mit "Berliner DNA" möchte der Künstler sein Leben präsentieren. Der in einem eher ruhigen Viertel aufgewachsene Berliner schließt sich später einer Gruppe an und entdeckt auch die schlechten, dunklen Seiten Berlins. Das autobiographische Stück ist voll mit Anekdoten, Identitäten und Gleichzeitigkeiten, sowohl Härte als auch Poesie sind mit Sounds und Samples vertreten. Unterstützt von den drei Musikern bzw. Musikerinnen Valentina Bellanova, Marwan Soufi und Johann Christoph Maass herrscht eine Balance zwischen Metal und türkischen Klängen. Von den Schauspielern bzw. Schauspielerinnen Aylin Shorty Bugur, Nilay Bugur und Semra Kartal wird ein eher rauer und ehrlicher Ton vertreten, was ebenfalls zur Darstellung des "echten" Berlins beiträgt. Auch Metaphern sind mit eingebracht worden, beispielsweise als die typischen berliner Türen gezeigt werden. 1000 Türen, die gleich aussehen, aber alle ein verschiedenes Schicksal verstecken.

Auch Graffiti nimmt einen großen Platz in Berlins Straßen ein, das möchte die Stadt weiterhin fördern. Auf der Plattform "Book a Street Artist" werden Straßenkünstler mit Kunden verbunden, eine Chance, neue Kontakte zu knüpfen und sein Können zu präsentieren. Die mehr als 500 angemeldeten Künstler vertreten dabei immer den Schwerpunkt der Vielfalt, es können sowohl Musiker als auch Graffti-Sprayer oder Maler gebucht werden. Von Workshops bis Mitmach-Programmen wird so gut wie alles angeboten, insgesamt sind über 700 verschiedene Kunstformen verfügbar. Den Gründern zufolge sollten Interessierte die Chance nutzen, immerhin war auch Ed Sheeran zu Anfang Straßenkünstler.

Doch Urban ist mittlerweile auch zum Synonym der Zukunft geworden. Somit nähert sich das Futurium ("Haus der Zukünfte") mit großen Schritten seiner Eröffnung im Frühjar nächsten Jahres. Fast am Ende einer 2009 begonnenen schwierigen Bauphase konnten im September 2017 bereits knapp 15000 Besucher das neue Projekt an einem "Tag der offenen Tür" besuchen. Das am Kapelle-Ufer in der Nähe des Hauptbahnhofs gebaute Gebäude beinhaltet ein Zukunftsmuseum, -labor und -forum, darin werden Digitalisierung, Klimaschutz und Nachhaltigkeit mit verschiedenen Erfindungen präsentiert und gelehrt. Auch vor dem Futurium wird ein Projekt zu bewundern sein: Die Max-Planck-Gesellschaft, Bayer AG und Siemens haben sich zusammengeschlossen und präsentieren ein Urban-Gardening-Projekt.

Das Ziel ist, Stadtpflanzen für besseres Klima und geschützte Artenvielfalt zu verbreiten, auch Großstädte wie New York haben sich mit dem Urban-Gardening bereits angefreundet. Ende Mai bis Anfang Juni werden weitere elt Probetage stattfinden, dabei werden hoffentlich wieder viele Zuschauer Projekte zu Kunst, Digitalisierung und Nachhaltigkeit bewundern.

Berlin ist die grünste Metropole der Welt, das soll unterstützt werden. Heute interessieren sich längst nicht mehr nur Privatpersonen für grüne Ecken, auch Unternehmen zeigen immer mehr Intesse. Seit 2016 findet aus diesem Grund der jährliche "Firmengärten Berlin"-Wettbewerb statt, bei dem Mieter und EIgentümer eines großen oder kleinen Unternehmens ihre Vorgärten, Hinterhöfe und Dachgärten präsentieren. Dieses Jahr findet die Aktion im Zeitraum vom 16.04.-29.06.2018 statt, der Sieger wird vorraussichtlich am 06. September von der zuständigen Jury gekürt.

Doch nicht nur Gärten sind wichtig, auch ein besserer Umgang mit Lebensmitteln ist entscheidend. Kunden achten mittlerweile mehr auf das Aussehen einer Frucht oder eines Gemüses, das führt zu viel weggeworfenem Essen. Das war für einige ein großes Problem, weshalb sich mittlerweile in verschiedensten Ländern der Welt Gruppen gefunden und das "The Real Junk Food"-Projekt gegründet haben.

Verschiedene Personen haben sich zusammengefunden und machen regelmäßg aus wortwörtlichem "Müll-Essen" Mahlzeiten, zu denen sie anschließend Interessierte einladen. Mit dieser Aktion soll die Sorge um die begrenzten Ressourcen der Erde vermittelt werden, die Teilnehmer hoffen auch auf eine Stärkung des sozialen Zusammenhalts der jeweiligen Stadt.

Auch die Professorin für Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin Gülay Caglar macht sich Gedanken um die Zukunft, sie gründete ein neues Forschungsprojekt. In Zusammenarbeit mit dem Forschungsnetzwerk WEGO (Well-being, Ecology, Gender, cOmmunity) werden während dieses Projekts 15 Promotionsstellen von 10 Forschungsinstituten in insgesamt fünf EU-Ländern vergeben. Die Nachwuchsforscher/-innen nehmen anschließend an Weiterbildungen und Informationsveranstaltungen teil, dabei entwicklen sie alle verschiedene Projekte mit einem Schwerpunkt: den Ansatz der Feministischen Politischen Ökologie weiterentwickeln. Dabei handele es sich der Professorin zufolge um den Umgang mit natürlichen Ressourcen, das Projekt wird von der EU gefördert und unterstützt.

Während Urban für viele nach Zukunft, Hip Hop und Meinungsfreiheit klingt, machen sich manche um die namensverwandte Urbanisierung Gedanken. Mittlerweile lebe Angaben nach mehr als 50% der Weltbevölkerung in Städten, eine Energiewende sei wichtig. Dafür setzt sich nun das Urban Energy Forum ein. Das zum ersten Mal am 19. April 2018 veranstaltete Projekt verlörpert wichtige Zukunftsfragen und die wichtige Sektorkupplung. Das Forum ist ein Side Event von Berlin Energy Transition Dialogue, dessen Ziel es ist, eine nationale und internationale Energiewende zu erzeugen. Insgesamt zeigen sich derzeit 120 Teilnehmer aus 27 Ländern interessiert an einem urbanen Energiesystem.

Zuletzt födert Berlin auch elektrisierte und manuell betriebene Fortbewegungsmittel mithilfe der Berliner Fahrradschau in Kreuzberg.

Bei der Ausstellung werden die Trends der Fahrradsaison 2018 präsentiert, die Besucher können sich später auf einem Flohmarkt jegliche Utensilien für das sichere Fahren aneignen. Auf der dieses Jahr am 25. März abgehaltenen Schau wurde auch ein Workshop angeboten, auf dem Interessierte optisches und funktionales Tunen erlernen konnten.

Quellen:

www.tagesspiegel.de; www.pv-magazine.de; www.morgenpost.de; www.gabot.de; www.pnn.de

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