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Politik und Wirtschaft oder Celebrities und Virales - hier findet sich für jeden etwas!

"Momo" - Ein neuer Kettenbrief macht das Netz unsicher

"Hallo, ich bin Momo und bin vor drei Jahren verstorben. Ich wurde von einem Auto angefahren und wenn du nicht möchtest, dass ich heute Abend um 0 Uhr in deinem Zimmer stehe und dir beim Schlafen zuschaue, dann sende diese Nachricht an 15 Kontakte weiter. Du glaubst mir nicht?"

Diese gruselige Nachricht kursiert seit mehreren Wochen als Kettenbrief im Internet auf Seiten wie Whatsapp und Instagram. Während die Polizei in sowohl Spanien als auch Deutschland und England noch darüber rätselt, wer hinter diesem schlechten Scherz steckt, berichten viele über einen Account, der sich "Momo" nennt und plötzlich in der Whatsapp-Kontaktliste auftauchen soll.

Derzeit sind drei Nummern bekannt, mit denen "Momo" verschiedene Leute angeschrieben haben soll - demnach wird davor gewarnt auf folgende Nummern zu antworten, geschweige denn sie einzuspeichern:

  • +573135292569 (Kolumbien)
  • +81345102539 (Japan)
  • +5226681734379 (Mexiko)

Die ausländischen, hier vollständig angegebenen Nummern mögen dazu verleiten, selbst herauszufinden, was hinter diesem Internet-Phänomen steckt, dennoch ist dringends davon abzuraten, da es sich um einen Virus handeln kann!

Das Profilbild zeigt jedesmal eine Figur, die an eine Mischung aus einem Mädchen und einer Krähe erinnert, welche bereits als eine japanische Skulptur identifiziert wurde. Diese konnte in der Kunstausstellung "Vanilla Gallery" in Tokyo betrachtet werden und stellt eine Figur des japanischen Volksglauben dar. Die sogenannten Yōkai sind demnach als dämonische Fabelwesen bekannt, die Figur wurde von der Firma Link Factory erstellt.

Während "Momo" als Witz zwischen japanischen Freunden entstanden sein soll, hat sich dieser Spaß heute verselbstständigt und ist nichts anderes mehr, als ein schlechter Scherz. In Argentinien wurde bereits der Suizid eines 12-jährigen Mädchens aufgezeichnet. Der Bruder fand seine kleine Schwester in einem Baum erhängt im Hinterhof des häuslichen Gartens, derzeit ist eine 18-jährige Person in Verdacht - das Mädchen und der/die junge Erwachsene sollen über Instagram Kontakt gehabt haben.

Eltern sollen auf jeden Fall mit ihren Kindern über dieses Phänomen reden und die Ängste ihrer Jüngsten wahrnehmen, da folgende Vermutungen ernst zu nehmen sind:

  • Daten-Diebstahl
  • Aufforderungen zum Selbstmord oder zur Gewalt
  • Belästigung
  • Erpressung
  • Angst, Depression, Schlaflosigkeit

Auch zu wissen ist dennoch, dass die Drohungen fake sind! Es passiert nichts und wieder nichts, wenn man die Nachricht nicht an die geforderten 15 Kontakte weitersendet, außer dass dieser durchgedrehte Kettenbrief nie ein Ende findet.

In Mexiko ist bereits ein Spiel zu "Momo" aufgetaucht, das ebenso wie die 2017 aufgetauchte Blue Whale Challenge zum Selbstmord verleiten soll.

 

In diesem Text ist die Rede von Suizid und Depressionen, weshalb folgende Nummern dringend zu notieren und im schlimmsten Fall zu kontaktieren sind:

Telefonseelsorge: 0 800/111 0 111 und 0 800/111 0 222 (24/7 erreichbar)

Info-Telefon Depression: 0 88/33 44 533 (Mo, Di, Do: 13-17h; Mi, Fr: 8.30h-12.30h)

Infos für Eltern: 0 800/111 0 550

Quellen: merkur.de; nordbayern.de; stern.de; berliner-zeitung.de; welt.de

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